Breman Brewery – Wie ein frisches Bier in Jakarta eine indonesische Brauerei entstehen ließ

Die Geschichte beginnt nicht auf Bali

Manchmal beginnt die Geschichte einer Craftbeer-Brauerei auf Bali ausgerechnet in einem deutschen Brauhaus – mitten in Jakarta.

2016 sitzt Budi Prasetyo, den alle Yoyok nennen, mit Freunden im Paulaner Bräuhaus Jakarta. Er trinkt ein Bier und stellt sich eine ziemlich einfache Frage: Warum schmeckt das eigentlich so anders als die großen industriellen Marken, die damals den indonesischen Biermarkt bestimmen?

Frischer. Lebendiger. Für ihn schlicht besser.

Einer seiner Freunde kann ihm erklären, warum. Es ist Arie Susanto, der Braumeister des Paulaner Bräuhauses Jakarta. Susanto hat Brautechnik in München studiert und kennt die deutsche Brauhauskultur aus eigener Erfahrung.

Es geht um frisches Bier. Um Bier, das dort gebraut wird, wo Menschen es trinken. Um eine andere Vorstellung von Produkt und Ausschank als beim industriellen Bier, das über weite Strecken transportiert und auf lange Haltbarkeit ausgelegt wird.

Und irgendwann steht eine Frage im Raum:

Warum gibt es so etwas eigentlich nicht als indonesische Marke?

Aus der Frage wird eine Idee. Gemeinsam mit Arie Susanto entwickelt Yoyok daraus schließlich das Projekt Breman. Der Braumeister wird Co-Founder und bringt das brautechnische Know-how mit.

Doch von dieser Idee bis zum ersten eigenen Sud sollten noch vier Jahre vergehen.

Eine Brauerei braucht mehr als eine gute Idee

Wer in Indonesien eine Brauerei gründen möchte, braucht nicht nur Kapital, Technik und einen Brauer.

Er braucht vor allem einen Ort, an dem das Projekt gesellschaftlich, politisch und regulatorisch überhaupt realistisch umzusetzen ist.

Bei Breman war die Standortentscheidung deshalb keineswegs romantisch.

Im Gespräch wird schnell deutlich, dass die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle spielten. Alkohol ist in Indonesien ein sensibles Thema, und eine Brauerei lässt sich nicht überall gleichermaßen unkompliziert aufbauen.

Bali bot bessere Voraussetzungen.

Aber selbst auf der Insel kam nicht jeder Standort infrage.

Die Gründer untersuchten verschiedene Gegenden und beschäftigten sich intensiv mit einem Rohstoff, über den beim Bier erstaunlich selten gesprochen wird, obwohl er mengenmäßig dessen Hauptbestandteil ist:

Wasser.

Auch weiter entfernte Regionen Balis wurden geprüft. Schließlich fiel die Wahl auf Keramas in Gianyar. Breman selbst hebt die Wasserressourcen der Region ausdrücklich als einen wichtigen Faktor hervor. Gleichzeitig bietet der Standort im Vergleich zu abgelegeneren Teilen der Insel eine vergleichsweise gute infrastrukturelle Anbindung.

Nach meinem Besuch bei IOI im deutlich abgelegeneren Sibetan verstehe ich diesen Gedanken sofort. Eine romantisch gelegene Brauerei klingt reizvoll – bis Malz, Hopfen, CO₂, Ersatzteile und Verpackungen hinein und das fertige Bier anschließend wieder zu Restaurants und Bars transportiert werden müssen.

Bei Breman war Logistik von Anfang an Teil der Standortentscheidung.

München, Jakarta, Bali

Auch technisch blieb die Verbindung zur ursprünglichen Inspiration bemerkenswert konsequent.

Das Sudhaus und die Brauereitechnik stammen von Caspary aus Deutschland. Dazu kommt mit Arie Susanto ein Braumeister, dessen fachliche Ausbildung eng mit München und der deutschen Brautradition verbunden ist.

2020 ist es schließlich so weit.

Vier Jahre nach der ursprünglichen Idee beginnt die Breman Brewery auf Bali mit dem Brauen.

Ausgerechnet während der Pandemie entsteht damit eine neue indonesische Biermarke.

Man könnte daraus schnell die Geschichte einer deutschen Brauerei unter tropischer Sonne machen.

Aber genau das wäre falsch.

Denn die deutsche Bierkultur liefert zwar Wissen, Technik und einen wichtigen Ausgangspunkt. Breman will aber keine bayerische Kopie auf Bali sein.

Die Ambition ist eine andere:

Eine indonesische Brauerei soll zeigen, dass auch Indonesien richtig gutes Bier brauen kann.

Fresh Beer ist keine Nebenidee

Je länger ich mich mit Breman beschäftige, desto deutlicher wird, dass sich die ursprüngliche Erfahrung im Paulaner Bräuhaus bis heute durch die gesamte Unternehmensphilosophie zieht.

Frisches Bier ist nicht einfach ein Qualitätsmerkmal von Breman. Es ist der Kern der Idee.

Die Biere werden ungefiltert und unpasteurisiert angeboten. Im Mittelpunkt stehen die klassischen vier Rohstoffe Wasser, Malz, Hopfen und Hefe.

Lange setzte Breman bewusst auf Kegs, weil sich das Unternehmen davon die größte Kontrolle über Frische und Qualität versprach.

Doch zur Frische gehört mehr als das Bier im Fass.

Temperatur, Druck, Zapfanlage, gepflegte Leitungen, Gläser und Ausschanktechnik entscheiden darüber, was beim Gast tatsächlich ankommt.

Damit schließt sich ein bemerkenswerter Kreis:

2016 fragt sich Yoyok in Jakarta, warum ein frisch ausgeschenktes Bier so anders schmeckt.

Jahre später baut er eine Brauerei auf, deren gesamte Idee sich genau um diese Erfahrung dreht.

Drei Lager – und natürlich ein Märzen

Wer bei einer Craftbeer-Brauerei möglichst viele Stile erwartet – IPA, Sour, Porter, Witbier, Pale Ale und ständig wechselnde Experimente –, wird bei Breman heute nicht fündig.

Das aktuelle Kernsortiment besteht aus drei Bieren.

Und alle drei sind Lagerbiere:

ein Helles, ein dunkles Lager und ein IPL – India Pale Lager.

Dazu kommt ein saisonales Bier.

Und angesichts der Entstehungsgeschichte von Breman könnte die Wahl kaum passender sein:

ein Märzen.

Die deutsche Linie, die 2016 mit dem Paulaner Bräuhaus in Jakarta beginnt, setzt sich damit selbst im Saisonbier fort.

Interessant ist allerdings ein Blick zurück.

Im Company Profile von 2024 war Bremans Sortiment noch breiter aufgestellt. Neben Breman Terang und Breman Gelap wurden dort auch das saisonale Hefeweizen Breman Putih, das Japanese Lager Hikari und das Märzen Breman Oktober vorgestellt.

Bei meinem Besuch 2026 wirkt die Ausrichtung fokussierter.

Lagerbier steht klar im Mittelpunkt.

Vielleicht ist diese Konzentration auch das Ergebnis dessen, was Breman in den vergangenen Jahren über seinen Markt gelernt hat.

Yoyok möchte nicht möglichst spektakulär brauen. Im Mittelpunkt stehen Frische und Drinkability – und die Frage, welches Bier unter den Bedingungen Indonesiens funktioniert.

Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit gehören zum Alltag. Dazu kommt eine vielfältige Küche, die je nach Region scharf, würzig, süßlich oder kräftig sein kann.

Yoyok erzählt mir, dass er persönlich Lager unter diesen Bedingungen als besonders erfrischend empfindet. Das ist, wie er selbst betont, zunächst seine persönliche Sicht. Aber daraus ist eine ziemlich klare Brauphilosophie entstanden.

Breman will kein Bier brauen, das möglichst kompliziert klingt. Breman will gutes Bier brauen, das Menschen in Indonesien gerne trinken.

Das IPL erweitert dieses Prinzip in Richtung moderner Craftbeer-Aromatik. Die Lagerbasis bleibt, der Hopfen bekommt mehr Raum.

Und das Märzen wirkt fast wie eine kleine Verbeugung vor den deutschen Wurzeln der Brauerei.

Was ist eigentlich indonesisches Bier?

Diese Frage begleitet mich inzwischen von Brauerei zu Brauerei.

Bei IOI in Sibetan bekomme ich darauf eine Antwort über Zutaten und Geschmackserinnerungen: Salak aus der unmittelbaren Umgebung, Reis aus Jatiluwih, Kaffee aus Flores, Sirsak in einer Berliner Weisse.

Breman beantwortet dieselbe Frage völlig anders.

Als ich Yoyok frage, ob ein balinesisches oder indonesisches Craftbeer etwas unverwechselbar Eigenes brauche, fällt seine Antwort erstaunlich pragmatisch aus:

Zunächst müsse es ein gutes Bier sein.

Keine lokale Frucht muss hinein, nur damit anschließend „Bali“ auf der Geschichte steht.

Der Indonesienbezug entsteht an anderer Stelle.

Das Bier soll zum Klima passen. Zum Essen. Und vor allem zu den Menschen, für die Breman langfristig brauen möchte.

Das finde ich spannend.

Denn vielleicht muss ein indonesisches Bier gar nicht zwangsläufig nach Indonesien schmecken.

Vielleicht kann es auch dadurch indonesisch werden, dass es hier entsteht und sich über Jahre an den Geschmack der Menschen entwickelt, die es trinken.

Nicht nur für Touristen

Damit kommen wir zu einer Frage, die für die gesamte junge Craftbeer-Szene Balis entscheidend ist.

Wer trinkt diese Biere eigentlich?

Natürlich spielen Touristen eine große Rolle. Bali empfängt jedes Jahr Millionen internationale Besucher, darunter viele Menschen aus Ländern mit ausgeprägter Craftbeer-Kultur.

Doch Yoyok hält es für falsch, die Entwicklung allein auf den Tourismus zurückzuführen.

Er beobachtet noch eine andere Gruppe:

Indonesier, die im Ausland studiert oder längere Zeit gelebt haben.

Sie lernen in Australien, Europa, den USA oder anderen Teilen Asiens andere Biere, Bars und Esskulturen kennen. Wenn sie zurückkehren, suchen manche von ihnen nach Produkten, die sie dort kennengelernt haben.

Das verändert Nachfrage.

Und angesichts der Größe Indonesiens muss nicht einmal ein besonders großer Anteil der Bevölkerung Craftbeer entdecken, damit daraus ein relevanter Markt entstehen kann.

Bremans ursprüngliche Idee – Indonesiern zu zeigen, wie gutes frisches Bier schmecken kann – bekommt dadurch eine zweite Dimension.

2016 musste diese Erfahrung für Yoyok noch ausgerechnet aus einem Paulaner Bräuhaus kommen.

Heute kann ein Indonesier sie bei einer indonesischen Brauerei machen.

Konkurrenz, die den eigenen Markt größer macht

Inzwischen ist Breman längst nicht mehr allein.

Auf Bali sind in den vergangenen Jahren zahlreiche kleine und mittelgroße Biermarken und Brauereien entstanden.

Für ein Unternehmen könnte man darin zunächst ein Problem sehen: mehr Bier, mehr Wettbewerb, mehr Konkurrenz um Zapfhähne und Kunden.

Breman sieht das erstaunlich entspannt.

Mehr Craftbeer-Anbieter bedeuten nämlich auch mehr Menschen, die überhaupt lernen, dass Craftbeer eine andere Produktkategorie ist als industriell hergestelltes Bier.

Kleine Brauereien können beim Preis kaum mit den großen Konzernen konkurrieren.

Rohstoffe sind teuer, Mengen klein, Logistik aufwendig. Der Preis eines handwerklich produzierten Bieres liegt zwangsläufig höher.

Wenn nur eine einzige kleine Brauerei ein deutlich teureres Bier anbietet, muss sie diesen Unterschied ständig erklären.

Wenn viele Brauereien solche Biere anbieten, entsteht langsam eine eigene Kategorie.

Konkurrenz nimmt Breman also nicht nur Marktanteile weg. Sie hilft gleichzeitig dabei, den Markt überhaupt erst zu schaffen.

Vielleicht ist das eines der deutlichsten Zeichen dafür, wie jung die Craftbeer-Szene Indonesiens noch ist.

Das Bier muss richtig ins Glas kommen

Breman wollte von Anfang an nicht ausschließlich Bier produzieren.

Zur Idee gehörte auch ein Ort, an dem Menschen erleben können, wie dieses Bier ausgeschenkt wird.

Das knüpft unmittelbar an die Ursprungsgeschichte im Paulaner Bräuhaus an.

Ein Brauhaus verkauft eben nicht nur Flüssigkeit.

Temperatur, Frische, Zapftechnik, Glas und Umgang mit dem Bier beeinflussen, was beim Gast ankommt.

Breman wollte deshalb nicht nur zeigen, dass Indonesien gutes Bier brauen kann, sondern auch, wie dieses Bier serviert werden sollte.

Diese Idee setzt sich im Vertrieb fort.

Gastronomische Kunden werden nicht einfach nur mit Bier beliefert. Ein eigenes operatives Team unterstützt sie beim richtigen Umgang damit.

Gerade bei frischem Fassbier ist das entscheidend.

Das beste Bier hilft wenig, wenn Leitungen nicht gepflegt werden, die Temperatur nicht stimmt oder das Produkt falsch behandelt wird.

Bali und Jakarta

Heute verkauft Breman sein Bier vor allem auf Bali und in Jakarta.

Den Vertrieb organisiert das Unternehmen weitgehend selbst.

Das hat einen praktischen Grund: Frisches Bier verlangt Kontrolle. Je länger die Lieferkette und je mehr Zwischenstationen beteiligt sind, desto schwieriger wird es, Qualität und richtigen Umgang mit dem Produkt sicherzustellen.

Interessant ist, wie neue gastronomische Kunden teilweise zu Breman kommen.

Sie probieren das Bier irgendwo, mögen es und fragen anschließend, wie sie es selbst beziehen können.

Das eigene Bier wird damit zum wichtigsten Verkäufer.

Noch ist diese Form des Vertriebs begrenzt. Personal und Logistik setzen natürliche Grenzen.

Deshalb könnte der nächste Entwicklungsschritt einiges verändern.

Breman arbeitet daran, seine Biere künftig stärker in Flaschen abzufüllen.

Damit würde aus einem stark auf Fassbier und kontrollierten Vertrieb ausgerichteten Unternehmen eine Marke, die wesentlich einfacher neue Märkte erreichen kann.

Und die Pläne dafür reichen überraschend weit.

Die Menschen hinter Breman

Bei meinem Besuch treffe ich nicht nur Yoyok.

Mit Joanit Caroline aus Personalia & General Affairs, Vya Tanasale aus dem Business Development, Aldo aus dem Business-Bereich und Martha aus Sales Operations sitzen Menschen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben am Tisch.

Das Gespräch springt deshalb immer wieder zwischen Gründungsgeschichte, Bier, Vertrieb und der Frage hin und her, wie sich der indonesische Markt entwickelt.

Besonders schön ist die Geschichte eines Mitarbeiters aus dem Business- und Vertriebsbereich, der Breman bereits kannte, bevor er selbst für das Unternehmen arbeitete.

Während seiner Zeit bei Django begegnete ihm die damals noch unbekannte Marke. Er probierte das Bier und war davon sofort angetan.

Später ergab sich für ihn die Möglichkeit, selbst bei Breman zu arbeiten. Im Gespräch bezeichnet er diese Entwicklung lachend beinahe als „destiny“ – Schicksal.

Im Kleinen wiederholt sich damit fast die Gründungsgeschichte von Breman selbst.

Jemand probiert ein Bier. Es schmeckt anders als erwartet. Es bleibt im Kopf. Und daraus entsteht etwas Neues.

Und dann ist da noch die Perspektive aus Jakarta. Das Team kennt nicht nur die Produktion auf Bali, sondern auch Gastronomie, Vertrieb und die Ausgeh- und Partyszene der Hauptstadt. Das ist wichtig, denn Jakarta ist für Breman neben Bali längst ein eigener Markt geworden.

Eine Biermarke entsteht eben nicht allein im Sudhaus.

Sie braucht jemanden, der sie gründet.

Menschen, die das Bier brauen.

Andere, die es zu Bars und Restaurants bringen.

Und Menschen, die verstehen, wo und von wem es schließlich getrunken wird.

Bremantya – der Spirit hinter dem Namen

Auch der Name selbst erzählt etwas über den Anspruch der Marke.

Nach Bremans eigener Darstellung leitet sich Breman vom Sanskrit-Wort „Bremantya“ ab, das mit „Spirit“ – Geist oder Tatkraft – übersetzt wird.

Das passt erstaunlich gut zur Geschichte der Brauerei.

Aus einer persönlichen Begeisterung für frisches Bier wird ein Unternehmen, das ausdrücklich den Anspruch formuliert, Indonesien irgendwann auch international zu repräsentieren.

Dieser Gedanke steckt auch im Erscheinungsbild.

Ein Balistar, Meer und Sonnenuntergang

Das Logo greift den Jalak Bali, den Balistar, auf – einen Vogel, der untrennbar mit der Insel verbunden ist.

Auch die Farben erzählen von der Herkunft der Marke.

Blau steht für das Meer, Orange für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

Für ein Land aus Tausenden Inseln und mit unzähligen Küsten ist das ein ziemlich reduziertes Bild Indonesiens.

Keine Tempelsilhouette.

Keine Palme.

Kein Reisfeld.

Ein einheimischer Vogel, Meer und Licht.

Breman möchte eine indonesische Marke sein, die international verstanden werden kann, ohne ihre Herkunft plakativ auszustellen.

Von Bali nach Hongkong – und irgendwann Europa?

Als ich Yoyok frage, wie Breman in zehn Jahren aussehen könnte, fällt die Antwort keineswegs bescheiden aus.

Er möchte seine Biere irgendwann außerhalb Indonesiens sehen.

Singapur. Hongkong. Australien. Japan.

Bei Messeauftritten habe es bereits Interesse aus Singapur und Hongkong gegeben.

Und irgendwann, so die langfristige Vorstellung, vielleicht sogar Europa.

Das klingt ambitioniert für eine vergleichsweise kleine Brauerei auf Bali.

Aber vielleicht muss eine Vision genau das sein.

Zurück nach Jakarta

Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Geschichte von Breman.

2016 sitzt Yoyok in einem deutschen Brauhaus in Jakarta und fragt sich, warum dieses Bier so anders schmeckt.

Ein Freund erklärt es ihm.

Ausgerechnet dieser Freund ist Braumeister, hat in München Brautechnik studiert und wird später Co-Founder der eigenen Brauerei.

Das Sudhaus kommt aus Deutschland.

Das Brauwissen ist stark deutsch geprägt.

Und trotzdem besteht das Ziel nicht darin, Bayern nach Bali zu verpflanzen.

Breman möchte etwas Eigenes daraus machen.

Nicht durch möglichst exotische Zutaten.

Nicht durch immer ausgefallenere Bierstile.

Sondern durch eine erstaunlich einfache Idee:

gutes, frisches Bier zu brauen, das Menschen in Indonesien gerne trinken.

Vielleicht stehen deshalb keine endlosen Reihen immer neuer Stile im Mittelpunkt.

Sondern ein Helles.

Ein dunkles Lager.

Ein IPL.

Und wenn es saisonal etwas Besonderes sein darf, ausgerechnet ein Märzen.

München ist eben doch nie ganz weit weg.

Und vielleicht steht eines dieser Biere irgendwann tatsächlich in einer Bar in Hongkong, Tokio, Sydney oder sogar München.

Dann hätte sich der Kreis auf eine ziemlich schöne Weise geschlossen.