In Gottes Garten

Bad Staffelstein – Bierparadies im Gottesgarten am Obermain
Thermalsole, Geschichte und elf Brauereien auf engstem Raum


Ein Reiseziel, das erstaunlich viel kann

Bad Staffelstein ist einer dieser Orte, bei denen man fast ins Schwärmen gerät – selbst wenn man versucht, nüchtern zu bleiben.

  • historische Kleinstadt mit Charakter

  • Heilbad mit der wärmsten und stärksten Thermalsole Bayerns

  • eingebettet in eine der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands

  • und dazu: elf Brauereien im Stadtgebiet

Wer Geschichte, Natur, Gesundheit und Bierkultur verbinden möchte, braucht im Grunde nur einen Namen: Bad Staffelstein.


Gottesgarten am Obermain – Kulisse mit Geschichte

Der „Gottesgarten am Obermain“ ist keine poetische Übertreibung, sondern eine ziemlich treffende Beschreibung.

Rund um Bad Staffelstein liegen dicht beieinander:

  • Kloster Banz – barocke Pracht auf dem Bergsporn

  • Vierzehnheiligen – Wallfahrtsbasilika von Balthasar Neumann, leuchtender Barock und Ziel Tausender Pilger

  • der Main, der sich durch die Landschaft zieht

  • der Staffelberg, einst keltisches Oppidum und bis heute Aussichtsbalkon Frankens

Victor von Scheffel hat diese Szenerie im „Frankenlied“ verewigt – und wer einmal oben auf dem Staffelberg stand, versteht seine Sehnsucht nach Flügeln.

Dazu kommt die historische Schicht in der Stadt selbst:

  • Geburtsort von Adam Ries(e) (1492), dem Rechenmeister, der Mathematik alltagstauglich machte

  • Fachwerk-Rathaus, frühbarocke Bürgerhäuser, Stadtmuseum, Stadtturm, Reste der Stadtmauer – eine Altstadt, die nicht museal wirkt, sondern lebt


Bad Staffelstein als Heilbad – und als Bierstadt

Neben Kultur und Landschaft spielt das Thema Gesundheit eine zentrale Rolle:

  • stärkste und wärmste Thermalsole Bayerns

  • moderne Thermenlandschaft

  • klassisches Heilbad-Flair, ohne angestaubt zu wirken

Und dann kommt die Bierdimension dazu:

  • in einer Region mit der höchsten Brauereidichte Europas

  • allein im Stadtgebiet von Bad Staffelstein: elf Brauereien

  • überwiegend kleine Haus- und Familienbrauereien

  • Ausschank vor allem im eigenen Gasthaus, Biergarten oder Bierkeller

Hier gibt es keine „glatten“ Industriebierprofile.
Hier schmeckt man Handschrift – mal kernig, mal süffig, mal experimentierfreudig.


Bier genießen, nicht „abfahren“ – unterwegs zu Fuß und mit dem Rad

Wer dieses „Bierparadies Bad Staffelstein“ wirklich erleben will, sollte das Auto stehen lassen und sich bewegen – im besten Sinne.

Für Radfahrer:

  • 3 ausgeschilderte Brauerei-Radwege

  • führen zu insgesamt 10 Brauereien

Für Wandernde:

  • 4 markierte Brauerei-Wanderwege

  • für die besonders ambitionierten Genusswanderer: die „11-Brauereien-Tour“

    • verbindet alle vier Wege

    • rund 50 km

    • machbar, wenn man sich Zeit lässt – und die Einkehr ernst nimmt

Unterwegs warten:

  • Bierkeller, Dorfgasthöfe, schattige Biergärten

  • fränkische Brotzeiten, Hausmacherwurst, Brot aus dem Holzbackofen

  • handwerkliche Bäckereien und Metzgereien, wie man sie sich überall wünschen würde

Typisch fränkisch: unaufgeregt, ehrlich, lecker.


Stempelpass, Bierdiplom & Bierbrauerfest

Bad Staffelstein inszeniert seine Bierkultur nicht, es strukturiert sie – und macht sie erlebbar.

  • Stempelpass:

    • erhältlich in der Tourist-Information und in den Brauereien

    • wer alle elf Brauereien besucht und abstempelt, wird zum „Bier-Experten“ gekürt

    • als sichtbares Zeichen gibt es ein persönliches Bierdiplom

  • Bierbrauerfest am 15. August (Mariä Himmelfahrt):

    • alle Brauereien auf dem Marktplatz vor dem Fachwerk-Rathaus

    • Bierbrauer-Spezialitäten, fränkische Küche, Musik und Moderation

    • alle zwei Jahre mit Krönung von Bierkönig oder Bierkönigin

Ein Tag, an dem sich die Stadt ganz selbstverständlich über ihr flüssiges Kulturerbe freut.


Bierhochburgen rund um Bad Staffelstein

Die Dichte an Brauereien im Umland ist beeindruckend – einige Orte stechen besonders hervor.

Wiesen & Stublang – klein, aber braustark

  • Wiesen

    • Brauerei Hellmuth – Braurecht seit Mitte des 18. Jh.

    • Brauerei Thomann – moderne Anlage von Kaspar Schulz (seit den 1980ern)

  • Stublang

    • Brauerei Dinkel – u. a. mit einem charaktervollen Roggenbier

    • Brauerei Hennemann – seit 1940 mit bodenständigen, süffigen Bieren

Vierzehnheiligen

  • Brauerei Trunk – oberhalb der Basilika

    • „Nothelfertrunk“ als Pilgerbier und Kultgetränk

    • ein echtes Ziel für Bier-Pilger, nicht nur für Wallfahrer

Bad Staffelstein selbst

  • Hopfenrebell – junge Brauereiwerkstatt

    • interpretiert moderne Bierstile mit fränkischer Handschrift

Weitere Brauerei-Perlen in der Umgebung

  • Brauerei Hetzel (Frauendorf)

    • seit 1867

    • breites Spektrum: Hell, Landbier, Pils, Vollbier, Rauchbier, Naturtrüb, saisonale Bock- und Festbiere

    • braut zudem nach altem Rezept das Adlerbräu Leller Pils für den Brauerei-Landgasthof Schwarzer Adler in End

  • Staffelberg-Bräu (Loffeld)

    • sechste Generation

    • über 14 verschiedene Biere

    • Bräustübl Staffelberg: fränkische Küche & Bier unter einem Dach

  • Brauerei Reblitz (Nedensdorf)

    • Familienbrauerei

    • traditionelles dunkles Landbier als Herzstück

    • dazu saisonale Spezialitäten und moderne Stile – handwerklich sauber umgesetzt

  • Brauerei Reichert (Uetzing)

    • Manfred Reichert – gelernter Metzger, fränkisches Original

    • eigener Dorfladen

    • hausgeräucherter Schinken nach Familienrezept

    • dazu das eigens gebraute Metzgerbräu – authentischer geht es kaum


Warum Bad Staffelstein ein ideales Bierreise-Ziel ist

Bad Staffelstein verbindet auf engem Raum:

  • Kulturgeschichte (Adam Ries, Kloster Banz, Vierzehnheiligen, Staffelberg)

  • Naturerlebnis (Gottesgarten, Main, Höhenwege)

  • Gesundheit (Thermalsole & Kurangebote)

  • und eine außergewöhnlich lebendige Biertradition mit elf Brauereien

Dazu kommt etwas, das man nicht planen kann: Atmosphäre.

  • fränkische Gelassenheit

  • Gastfreundschaft, die nicht aufgesetzt wirkt

  • Bierkeller, in denen man stundenlang sitzen möchte

  • und das Gefühl, dass hier Essen, Trinken, Landschaft und Geschichte zusammengehören

Bad Staffelstein ist kein „Themenpark Bier“.
Es ist ein gewachsener Ort, in dem Bier einfach Teil des Alltags ist – und genau das macht ihn so reizvoll.

Wer Lust hat auf:

  • wandern oder radeln

  • einkehren

  • probieren

  • und dabei eine Region wirklich kennenlernen

der ist im „Bierparadies Bad Staffelstein“ sehr gut aufgehoben.

Oder anders gesagt:
Wer das Frankenlied summt – „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“ – sollte den Staffelberg nicht nur besteigen, sondern anschließend unbedingt ein Seidla in Bad Staffelstein darauf trinken.